Die Ladenhüterin

Keiko arbeitet in einem Konbini, einem kleinen Convenience Store, der immer geöffnet hat. Der Laden ist ihr Leben – auch wenn die Gesellschaft das reichlich seltsam findet. Denn Keiko sollte lieber Karriere machen und heiraten, anstatt über 18 Jahre lang als Aushilfe zu arbeiten.

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Das Buch in einem Satz: Keiko ist eine Außenseiterin der japanischen Gesellschaft, die sich nur als Aushilfe in einem kleinen Supermarkt wohl in ihrer Haut fühlt.

Kurzinhalt: Keiko beginnt mit 18 Jahren in einem Supermarkt zu arbeiten. Das Lädchen hat 365 Tage im Jahr geöffnet, 24 Stunden am Tag. Keiko mag die Arbeit hier, sie mag die Geräusche und Gerüche, kennt den Laden wie ihre Westentasche. Also bleibt sie 18 Jahre lang als Aushilfe hier. Und das ist in der japanischen Gesellschaft nicht gern gesehen. Von Keiko wird verlangt, entweder beruflich Karriere zu machen oder endlich zu heiraten und eine Familie zu gründen. Wie gut, dass sie einen anderen Außenseiter kennenlernt, dem es ähnlich ergeht.

Was mir gefällt: Japan ist mir fremd und ich mag es sehr, durch Bücher ein wenig mehr über das Denken der Menschen dort zu erfahren. Auffällig finde ich, dass die Bücher aus Japan oft sehr dünn sind – zumindest die, die mir in die Hände fallen. Ausschweifungen sind also offenbar Schnickschnack. Schön finde ich Cover und den zweideutigen Titel.

Was mir nicht gefällt: Das Buch ist für mich wie ein Bericht geschrieben. Und dann passierte das. Und dies. Und dann das. Das wirkt sehr stakkatohaft, sehr sachlich. Aber genau so ist auch die Hauptfigur, insofern passt es. Aber für mich blieb dadurch eine Distanz.

Der Verlag sagt: Die literarische Sensation aus Japan: Eine Außenseiterin findet als Angestellte eines 24-Stunden-Supermarktes ihre wahre Bestimmung. Beeindruckend leicht und elegant entfaltet Sayaka Murata das Panorama einer Gesellschaft, deren Werte und Normen unverrückbar scheinen. Ein Roman, der weit über die Grenzen Japans hinausweist.
Keiko Furukura ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich. Als sie jedoch auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stößt, einen sogenannten Konbini, beschließt sie, dort als Aushilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Maß zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini. Doch dann fängt Shiraha dort an, ein zynischer junger Mann, der sich sämtlichen Regeln widersetzt. Keikos mühsam aufgebautes Lebenssystem gerät ins Wanken. Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen. Tag und Nacht.

Gesamtbewertung: ✭✭✭✫✫

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Deutscher Titel: Die Ladenhüterin
Originaltitel: Konbini Ningen
Verlag: Aufbau Verlag
Erscheinungsdatum: 2019
ISBN: 978-3-351-03703-1
Seiten: 144

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